Zonen & Intensitäten: Ein wichtiger Unterschied in der komplexen Welt der Trainingsplanung

Trainingszonen sind ein hervorragendes Werkzeug für das Monitoring, aber oft ein zu starres Korsett für die individuelle Trainingsplanung. Genau dieses Dilemma lösen wir mit dem neuesten Update des metabolischen Profils in AZUM auf.

Wir machen Schluss mit der „Zwangsehe“ zwischen Trainingsintensität und Trainingszone. Ab sofort sind Trainingsintensitäten (für die Planung) und Monitoring Zonen (für die Analyse) zwei technisch komplett getrennte Konstrukte. Das bedeutet für dich: Du planst den Input völlig frei, ohne Kompromisse beim Output machen zu müssen.

 

Das Problem bisheriger Systeme

In vielen Tools – und bisher auch bei uns – musste eine definierte Trainingsintensität (z. B. „10k Race Pace“) immer einer bestimmten Zone (z. B. „Zone 4“) zugeordnet sein. In der Coaching-Praxis stößt dieses Modell jedoch schnell an seine physiologischen Grenzen:

  • Athlet A (Profi): Kann seine 10k Race Pace an der anaeroben Schwelle laufen. Für ihn liegt diese Intensität physiologisch in Zone 4.
  • Athlet B (Einsteiger): Läuft seine 10k deutlich langsamer, weit unterhalb der Schwelle. Für ihn liegt die „10k Race Pace“ physiologisch vielleicht noch in Zone 3.

Wenn ein System erzwingt, dass „10k Race Pace“ immer an Zone 4 gekoppelt ist, stimmt die Planung für Athlet B nicht mehr mit seiner physiologischen Realität überein. Du musstest bisher Workarounds basteln oder Ungenauigkeiten in Kauf nehmen.

 

Die Lösung: Volle Entkopplung für höchste Präzision

Mit dem neuen Update definierst du Intensitäten und Zonen unabhängig voneinander. Du kannst sie dir als zwei eigenständige Ebenen vorstellen:

  1. Trainingsintensitäten (Deine Trainingsplanung): Hier definierst du die Vorgaben für deine Workouts (z. B. „VO2max Intervalle“, „FatMax“, „Race Pace“). Du legst exakte Watt-, Pace- oder Herzfrequenzwerte fest, die für die Erstellung der Einheiten genutzt werden. Diese Werte müssen in kein Zonen-Raster mehr gepresst werden.
  2. Monitoring Zonen (Deine Analyse): Hier legst du fest, wie die absolvierte Einheit ausgewertet wird. Du arbeitest weiterhin mit deinem bevorzugten Modell (3-Zonen, 5-Zonen, etc.), um die physiologische Last (Load) zu berechnen – völlig unabhängig davon, wie die Intensität hieß, die du geplant hast.

 

 

Dein Vorteil im Coaching-Alltag

Durch diese strikte Trennung erreichst du ein neues Level an Individualisierung:

  • Keine Kompromisse: Du musst nicht mehr entscheiden, ob eine Intensität nun „fälschlicherweise“ in Zone X oder Y liegen muss, nur damit das System es akzeptiert.
  • Sportart-spezifisch: Du kannst für jeden Athleten und jede Sportart (Laufen, Rad, Schwimmen) exakt festlegen, welche Intensität welchem Leistungswert entspricht.
  • Präzise Steuerung: Du planst das Training basierend auf exakten Intensitäten, analysierst aber die Wirkung basierend auf physiologischen Zonen.
  • Trainingspläne funktionieren: Deine Trainingspläne sind exakt abgestimmt auf deine Athleten. Du steuerst die Intensitäten genau und individuell über das Metabolische Profil.

Ob du Anhänger des 3-Zonen-Modells bist oder ein komplexes 7-Zonen-Modell bevorzugst – das neue metabolische Profil passt sich deiner Philosophie an, nicht umgekehrt.

 

Du willst sehen, wie das in der Praxis funktioniert?

Wir haben ein kurzes Video erstellt, das dir zeigt, wie du das neue metabolische Profil in wenigen Klicks einrichtest und für deine Athleten nutzt.

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